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Aktuell 2013
Aktuell 2012
Apimondia Kongress in Buenos Aires

Mit dem Oktober kommt auch das Ende der Bienensaison in den meisten Gebieten Europas, und Imker und Forscher gleichermaßen treffen die letzten Vorbereitungen für ihre Kolonien und deren Überwinterung bis zum nächsten Frühjahr.

Auf dem jüngsten Apimondia Kongress in Buenos Aires, an dem mehr als 10‘000 Imker und Wissenschaftler teilgenommen haben, präsentierte eine Reihe von COLOSS Mitgliedern ihre Forschungsergebnisse, und Peter Neumann, Vorsitzender von COLOSS, hielt ein spannendes Referat über die Ziele, Erfolge und künftige Ausrichtung des Netzwerkes.
Unmittelbar vor dem Apimondia Kongress sicherte der operative Vorsitzende anlässlich von Meetings in Chile die Finanzierung aus verschiedenen Quellen für die Durchführung eines Workshops in diesem Land im März 2012.

Darüber hinaus wurde kürzlich eine kurzfristige wissenschaftliche Mission (STSM) vom COLOSS Mitglied Eva Forsgren abgeschlossen.



STSM am Institut für Bienenforschung, Hohen Neuendorf, Deutschland

Im vergangenen Sommer brach Eva von der schwedischen Universität für Agrarwissenschaften zum Labor von Dr. Elke Genersch auf, um eine Fluoreszenz in situ Hybridisierung (FISH)-Technik zur Entdeckung des Bakteriums Melissococcus plutonius, dem Erreger der Europäischen Faulbrut.
Die Technik nutzt fluoreszierende Sonden, um diese auf bestimmte genetische Marker für die Zielorganismen zu binden, so dass die Forscher die Bakterien innerhalb des Honigbienen Wirts mittels der Mikroskopie lokalisieren können.

bacteria
Das Bild zeigt M. plutonius Bakterien im Darm einer drei Tage alten Larve.


Neueste COLOSS Treffen und Kongresse

Im August 2011 trafen sich COLOSS Mitglieder von über 20 Ländern in Belgrad, Serbien, für zwei Workshops und für die jährliche „Action conference“ und das Meeting des „Management Committee“.

Es wurde entschieden, im nächsten Jahr 23 Workshops und Meetings in ganz Europa durchzuführen mit dem Hauptziel, das Coloss Beebook fertig zu stellen. Das Buch wird von der Interntional Bee Research Association veröffentlicht werden.

Mitglieder des Executive Committees trafen sich auch mit Dr. Matthias Haury, Head of Science Operations bei COST, der seiner grossen Befriedigung über die Arbeit von COLOSS Ausdruck gab.



Auch die UNO sorgt sich um die Honigbienen!

Die UNEP, die Uno Organisation für Umwelt und Entwicklung der Uno beschäftigt sich ebenfalls mit der Gesundheit der Honigbienen!

Peter Neumman, Leiter von COLOSS, weist darauf hin, dass das Thema der gefährdeten Bienen auch für die UNEP ein „emerging issue“ d.h. ein aktuelles und dringliches Thema geworden ist. UNEP heisst United National Environment Protection und ist die UNO Organisation die alle Aktivitäten zum Schutz der Umwelt der UNO koordiniert. Auch die UNEP hält es für entscheidend, dass alle Anstregungen unternommen werden, um die Gesundheit der Honigbienenvölker weltweit zu erhalten oder wieder herzustellen.

Unter dem Titel „Global Honey Bee Disorders and other Threats to Insect Poliinators“ fasst die UNEP in einer Studie die aktuelle Forschungslage zusammen. Danach sind von den 100 weltweit wichtigsten Getreidesorten, die 90% der Nahrungsmittel weltweit liefern, 71 auf die Bestäubung durch Bienen angewiesen. 4000 Gemüsesorten existieren nur, weil sie von Bienen bestäubt werden. Die in den letzten Jahren zunehmend feststellbare Verlust an Honigbienenvölker gefährdet deshalb direkt die Versorgung der Weltbevölkerung mit Nahrung.



Neue Mitarbeiter bei COLOSS

Zwei neue Forscher, Aline Fauser und Geoffrey Williams, arbeiten in Bern im Zentrum für Bienenforschung und bringen neues Wissen zu COLOSS.